Ayahuasca erfahrung

Authentische Ayahuasca Erfahrung, gemacht im Herbst 2010.

Ich hielt eine ziemlich strenge Diät 5 Tage vor dem Ritual. Kein Salz, Zucker, Fleisch, Kaffee, Käse, ich aß praktisch nur ein Linsengericht mit Gewürzen. Vor dem Ritual gingen wir noch in die Sauna. Das Ritual begann abends etwa um 20 Uhr. Wir hatten den ganzen Tag über nichts gegessen.

Der Trank wurde besprochen und unsere Aura mit Räucherwerk gereinigt. Nach dem Trinken legten sich alle auf ihre Matten und es wurden icaros gespielt (cd´s). Es stellte sich anfangs leichte Übelkeit ein, ich konnte ein Erbrechen aber verhindern.

Vor Mitternacht passierte eigentlich nicht viel und ich ging in mein Zimmer und legte mich ins Bett, vielleicht habe ich sogar ein bißchen geschlafen. So um 2 Uhr in der Nacht wurde ich mit einem male unglaublich durstig, konnte mich aber nicht mehr bewegen. Damit einher ging ein Gefühl der Starre und eine große Mattigkeit. Man hat keine Chance und muß es einfach ertragen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, mit der Seele einen heiligen Raum zu betreten
und ich begann, ununterbrochen “Vater unser” zu beten. Es öffnete sich eine Türe. Ich kroch auf allen Vieren zum Kühlschrank und trank unter großen Mühen ein paar Schluck. Irgendwie kam ich ins Bett zurück. Die Stunden vergingen unendlich langsam aber außer dem Ohnmachtsgefühl und der Unfähigkeit sich zu bewegen gab es keine Visionen oder etwas ähnliches. Im nachhinein kann man es irgendwie als ein aus dem Körper herausgetreten sein betrachten und ein Aufgehen in einer heiligen Dimension.

Um etwa 8 Uhr in der Früh konnte ich wackelig aufstehen und aufrecht auf die Toilette gehen. Dann gab es ein leichtes Frühstück, ich brachte aber kaum etwas hinunter und ass sehr langsam ein paar Bissen. Ich saß etwa eine halbe Stunde am Frühstückstisch als auf einmal etwas wunderbares passierte. Es begann zuerst mit goldenen, strichlierten Linien, die im Kopf von links nach rechts in wellenförmigen Bewegungen sich durch den Äther bewegten. Die Linien wurden immer kräftiger und waren dann nicht mehr strichliert, sondern zusammenhängend. Unterhalb der Linien sah man direkt in die Glückseligkeit Gottes, eine goldene, rote unglaublich glückselige Konzentriertheit. Dieser kosmische Regen war das Schönste, was mir in meinem Leben passiert ist. Es war eine Offenbarung der Göttlichkeit und ging einher mit einem unglaublichen Glücksgefühl.

Ich hatte dann das Bedürfnis, zu einer Frau zu gehen, um sie an diesem kosmischen Regen teilhaben zu lassen, weil ich wußte, dass sie an Brustkrebs erkrankt war. Ich beugte mich zu ihr hinunter und je näher ich ihr kam, desto mehr
brach ich in Tränen aus. Es war, als ob mich in einem Moment ihre ganzes Leid überkam. Ich nahm sie in dei Arme und wir erlebten ca. eine halbe Stunde eine unendliche Liebe und Glückgefühl.

Es geht dieser Frau jetzt bereits viel besser und es scheint, dass sie ihre Krankheit überwunden hat. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Aber die Stunden davor waren sehr schwer zu ertragen.

– Schloxi

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *